KARATE  Dojo TV Rehau
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Kindertraining startet wieder

Unser Vorstand der Jörg freut sich sehr, dass die Karateabteilung wieder einen neuen Kindertrainer hat. Matthias Jeuthe wird sich ab jetzt um den Nachwuchs kümmern.

Können Kinder überhaupt Karate lernen? Wir haben Matthias zu diesem Thema interviewt.






Matthias, was genau trainiert man beim Karate?

Karate ist eine alte japanische Kampfkunst, die auch heute ein probates Mittel zur Selbstverteidigung ist. Da Karate auf Technik und nicht auf reiner Körperkraft basiert, können auch Menschen Karate lernen, die sich selbst als unsportlich empfinden. Karate (Shotokan) basiert hauptsächlich auf Schlag- und Tritttechniken, die aus Distanz ausgeführt werden. Dank tiefer, stabiler Stände und häufiger Wiederholungen werden Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit trainiert.

Mit der Zeit lernen Karateka, sich koordiniert zu bewegen, sich entspannt einem Kampf zu stellen und selbstsicher Abwehrtechniken anzuwenden. So wachsen nicht nur die körperlichen Fähigkeiten, sondern auch das Selbstbewusstsein. Das hilft ihnen dabei, in kritischen Situationen nicht als Opfer wahrgenommen zu werden, stattdessen angemessen zu reagieren oder Konfrontationen von vornherein zu vermeiden.


Was bringt es Kindern, Karate zu trainieren?

Heute verbringen Kinder viel Zeit sitzend in der Schule oder zu Hause. Sie haben wenig Gelegenheit zu raufen und ihre körperlichen Fähigkeiten auszutesten. Deshalb kommt es vor, dass Schulkinder keinen Purzelbaum können oder sich beim Rückwärtslaufen die Beine verknoten. Viele haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren – wozu sicher auch Handys, Computerspiele und zu viele YouTube-Videos beitragen. Beim Karate lernen die Kinder in erster Linie Körperkoordination und Fitness. Ein Beispiel: Um einen Karatetritt auszuführen, müssen Kinder sicher auf einem Bein stehen können. Und für die Fallschule lernen sie erst mal die Rolle vorwärts und rückwärts. Durch den spielerischen Umgang mit Auseinandersetzungen entwickeln sie Körpergefühl für sich selbst und im Umgang mit anderen. Leise Kinder lernen im Karate zu schreien, kräftige Rüpel lernen Rücksicht zu nehmen. Alle lernen, Konfrontationen auf dem Schulhof gewaltfrei zu lösen.

 



Gürtelprüfung erfolgreich bestanden

Am 18.09.2021 fand in Ludwigschorgast ein Karatelehrgang mit Fritz Oblinger statt. Eingeladen hatte der 2020 neu gegründete Verein „RYUSHA e.V.“. Vom Turnverein Rehau trat die junge Alisa Ritter zur Prüfung an. Eigentlich sollte ihre Prüfung schon letztes Jahr sein. Doch, wie bei allen Dingen ist Corona dazwischengekommen. Trotz wochenlanger Trainingspause bereitete sie sich selbständig weiter auf die Prüfung vor und errang erfolgreich den orangen Gürtel.

Mit diesem Gürtel erreicht sie das Ende der Unterstufe. Der Japaner sagt zu diesem Gürtel: “Die Sonne erwärmt die Erde.”, das heißt der Schüler hat nun schon einiges von seinem Trainer gelernt und kann vieles ertragreich umsetzen.

In der Prüfung zum orangen Gürtel muss ein Karateka die Kata “Heian Nidan”zeigen. Ebenfalls muss er erste Kombinationen beherrschen. Im Kumite muss er nun auch Fußtritte abwehren.

Prüfer und Prüfling achten vor allem auf sichere Stände, korrekte Techniken und Ausholbewegungen. Die aufrechte Haltung des Oberkörpers ist ein wichtiges Merkmal. Die Prüflinge zum 7. Kyu müssen bereits gute Ansätze von innerer und äußerer Spannung zeigen. Im Kumite ist die kontrollierte Ausführung der Techniken und die richtige Distanz beider Partner besonders zu beachten. In der Kata sind sowohl korrekte Abläufe, die beim 7. Kyu bereits Rhythmus erkennen lassen, als auch ein Verständnis der Hintergründe der Techniken in der Kata gefordert.